| Hydrographie |
Das
Seebecken hat eine relativ gleichmäßige Wannenform mit den größten Tiefen
entlang dem Nordwestufer. Die zum Teil übersteilen Uferböschungen zeigen
deutliche Hanganrisse. (ca. 8 m tief)
Der
Oedtsee ist wegen seiner starken Grundwasserversorgung als relativ kalter
See bekannt. Aufgrund dieser hydrologischen Besonderheit, seiner
Beckenmorphologie und der Ost-West-Ausrichtung (Hauptwindrichtung) der
Seelängsachse im Zusammenhang mit der Exposition kommt es nur sehr selten
zu einer thermischen Schichtung im See. Der Oedtsee wird während der
eisfreien Zeit also mehr oder weniger ständig durchmischt. |
| Der
Oedtsee ist ein Grundwassersee mit einer relativ guten Durchströmung ohne
oberirdische Zu- und Abflüsse. Die Speisung des Sees erfolgt durch den die
Traun begleitenden Grundwasserstrom. Eine Besonderheit sind jedoch die
Grundwasserquellen an der Wasserlinie in der Westbucht des Sees. Über die
weitere Grundwasserversorgung durch tiefer liegende Eintritte ist nichts
bekannt. |
Wie
sich aus dem Verlauf der maximalen Jahreswassertemperaturen zeigt, dürfte
sich der Grundwasserdurchstrom durch die allmähliche Abdichtung des
Seebeckens als Folge der Sedimentation zunehmend verringert haben:
1967 16,0 Grad C
1978 18,5 Grad C
1981 18,9 Grad C
1994 22,1 Grad
C.
Bei der Messung der Wassertemperatur am 9. August 1994 im Rahmen
einer Untersuchung lag diese gegenüber den umliegenden Baggerseen
(Pichlinger-, Pleschinger- und Feldkirchner- See) jedoch immer noch 5 - 6
Grad unter jenen der anderen (27 - 28 Grad C). |
| Die
mittleren Spiegelschwankungen im Oedtsee belaufen sich auf 0,4 bis 0,6 m
während des Jahres, wobei der Höchststand jeweils im November/Dezember,
der niedrigste Wasserstand im März/April erreicht wird. Durch das
Kraftwerk Pucking/Traun erfolgte eine längerfristige Seespiegel-absenkung
um ca. 1 m. |
| In
der Badesaison wird das Seewasser regelmäßig bakteriologisch untersucht.
Die Entnahmestellen für die Proben befinden sich in der Westbucht, im
Bereich des Hallenbades und in der Nähe der Wasserrettung. |