In den letzten Jahren erfolgte ein zum Teil regelmäßiger Besatz in den Fließgewässern des Revieres Freistadt. Bemerkenswert ist, dass bereits zirka 50 bis 80 Prozent der heranwachsenden Fische die eindeutigen optischen Merkmale der Stammforelle aufweisen.
Dies ist ein Beweis für die größere Durchsetzungskraft und Widerstandsfähigkeit der Stammforelle im Vergleich mit den nicht heimischen Forellen.
Aus diesen wissenschaftlich nicht bestätigten Beobachtungen entstand 2006 das Artenschutzprojekt „Mühlviertler Stammforelle“.
Das Fischereirevier Freistadt arbeitete umfangreiche Unterlagen aus, deren Umsetzung bis zum Jahr 2011 die Basis für wissenschaftliche Auswertungen ergeben wird.
Ziele:
Ziel dieses Artenschutzprojektes ist einerseits die großflächige Wiederansiedelung der Mühlviertler Stammforelle und die wissenschaftliche Bestätigung der Vorzüge dieser Bachforellenart im Kristallin und andererseits die Dokumentation der Entwicklung der Stammforellenbestände im Zusammenhang mit den Begleitumständen wie der vorherrschenden Wasserchemie, dem Verhältnis der Fischbiomasse zur Anwesenheit des Fischotters und sonstiger individueller Umstände.
Gleichzeitig wird auch die Verbreitung der Flussperlmuschel mit Muschellarven (Glochidien) infizierten Stammforellenbrütlingen im Europaschutzgebiet Waldaist durchgeführt.
Die im Detail ausgearbeiteten Vorhaben und Maßnahmen werden während der üblichen naturnahen Nutzung der Angelgewässer vorgenommen.
Beteiligte Abteilungen und Körperschaften, Finanzierung:
Ein derart umfangreiches und fachübergreifendes Projekt war in den Bereichen der Fischereireviere bisher noch nie durchgeführt worden und kann natürlich auch nicht alleine vom Fischereirevier Freistadt getragen und finanziert werden.
Vom Amt der Oö. Landesregierung, zeigten die Agrar- und Forstrechtsabteilung als oberste Fischereibehörde, ebenso wie die Naturschutzabteilung und die Abteilung Wasserwirtschaft – Gewässeraufsicht großes Interesse am Projekt.
Der Oö. Landesfischereiverband begrüßte das Vorhaben ebenfalls.
Nach dem Abgleichen der jeweils gewünschten und erforderlichen Ziele konnte die gemeinsame Finanzierung durch diese Abteilungen und den Oö. Landesfischereiverband gemeinsam mit dem Fischereirevier Freistadt fixiert und das Artenschutzprojekt genehmigt werden.
Beschreibung der wichtigsten Detailbereiche:
Abt. Agrar- und Forstrecht:
Koordination des Projektes innerhalb des Amtes der Oö. Landesregierung.
Abt. Wasserwirtschaft:
Periodische Analyse der Wasserqualität an den betreffenden Gewässern.
Zivilingenieurbüro Blattfisch über Auftrag der Abt. Naturschutz:
Jährliche Infizierung der vorgestreckten Stammforellenbrütlinge mit Larven (Glochidien) der Flussperlmuscheln. Betreuung der Entwicklung der Flussperlmuscheln an den Fischen.
Oö. Landesfischereiverband:
Koordination, Öffentlichkeitsarbeit, Bearbeiten von allenfalls auftretenden zusätzlichen Maßnahmen.
Fischereirevier Freistadt:
Leitung des Projektes
Jährlicher Besatz in den Gewässern des Fischereirevieres Freistadt von ca. 62.000 bis 63.000 Stück Stammforellenbrütlinge im Einzugsgebiet der Donau.
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