Inn-Braunau |
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Geografische Lage: |
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Das Fischereirevier Inn-Braunau
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erstreckt sich über die
politischen |
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Bezirke Braunau und Ried. |
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Im Wesentlichen handelt es sich |
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dabei um folgende Gewässer: |
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Der Innfluss von der
Salzach- |
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mündung bis zur Antiesenmündung
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mit seinen Nebengewässern. |
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Die Enknach.
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Mehrere Baggerseen in
den
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Gemeinden
Mühlheim und Mining.
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Kleine Bäche und Gerinne. |
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Private Teichanlagen und Fisch- |
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zuchtbetriebe. |
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Insgesamt gibt es im
Fischereirevier |
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Inn-Braunau zirka 160 eigen- |
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ständige
Fischereirechte. | | |
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Beschreibung des Innflusses von der
Salzachmündung bis zur Antiesenmündung: |
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Der Innfluss ist im Wesentlichen
durch seine Stauhaltung geprägt. Dabei geht der Fluss
jeweils |
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von der Barbenregion der Stauwerksausläufe bis zur
Stauwurzel in eine reine Brachsenregion |
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über. Als ehemals typischer Voralpenfluss ist auch im
Sommer die Wassertemperatur sehr |
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niedrig und das Wasser durch die
" Gletschermilch " bis in den Herbst hinein getrübt. |
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Daneben weist der Inn vor allem in den eingestauten
Regionen größere Altwässer auf, welche |
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einen wesentlichen Bestandteil
des Europareservates Unterer Inn darstellen. | |
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| Das Fischereirevier Inn-Braunau beginnt am |
| Zusammenfluss des Inns (im Hintergrund) mit
der |
| Salzach.
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| Durch das unterschiedliche Einzugsgebiet haben |
| beide Flüsse nur selten die selbe Farbe und
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| selbst noch in Braunau, fast 10 km nach dem |
| Zusammenfluss weist das Wasser an den beiden |
| Ufern eine unterschiedliche Färbung auf. | | |
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Als flussbauliche Maßnahme wurden vor einigen |
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Jahren im Oberstau des Kraftwerkes Ranshofen |
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einige große Buhnenköpfe errichtet, welche weit |
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in den Fluss hineinreichen. Mittlerweile haben sich |
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in diesen Bereichen großräumige Verlandungs- |
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zonen gebildet. Diese Buhnen sind beliebte |
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Angelplätze auf Hechte, Zander, Forellen, Aale, |
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Rutten und Brachsen, aber auch der eine oder |
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andere kapitale Huchen wurde schon
gelandet. | | |
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| Beliebte Angelplätze befinden sich unter der |
| Stadtmauer im Bereich der Enknachmündung. |
| In erster Linie wird hier auf Brachsen und |
| Forellen geangelt. |
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| Mit viel Geduld und Ausdauer hat man hier aber |
| auch eine Chance auf einen kapitalen Hecht |
| oder Huchen. | | |
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| Die Hagenauer Bucht ist im Bereich des Winter- |
| schongebietes einer der beliebtesten Angel- |
| plätze im Revier und zeichnet sich durch einen |
| hervorragenden Bestand an Karpfen und |
| Hechten aus. Schwere Schnüre sind angesagt. |
| Karpfen mit über 10 kg sind hier keine Seltenheit. |
| Der schwerste gefangene Hecht im Jahre
2000 |
| wog immerhin 13 kg. Geangelt wird aber auch auf |
| Friedfische wie Schleien, Brachsen, Rotaugen, ... |
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| Mit dem Staubereich Kirchdorf ist die Hagenauer |
| Bucht das weitläufigste Stillwassergebiet im |
| Revier. Mit Ausnahme der reinen
Fluss- |
| spezialisten wie z. B. dem Näsling oder
der |
| Barbe, sind hier alle Innfischarten anzutreffen. |
| Durch die großen Verlandungszonen und dem |
| damit verbundenen Reichtum an Wasservögeln |
| zählt dieser Bereich zu den Kernzonen des |
| Europareservats Unterer Inn und kann daher nur | |
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zu bestimmten Zeiten und nur von
Anglern betreten oder befahren werden. |
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Zum großen Nachteil für die
Fischerei besteht eine ständig fortschreitende
Verlandungstendenz. |
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Künftige flussbauliche Maßnahmen sollen jedoch
gewährleisten, dass die für Altwässer typischen |
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instabilen Verhältnisse wieder hergestellt
werden. | |
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| Eine Kette von vier Kraftwerken (Ranshofen, |
| Frauenstein, Obernberg, St. Florian) prägt den |
| Inn
nachhaltig. |
| Nur wenige Zuläufe (Mattig, Stampfbach,
Ache, |
| Antiesen) wurden nicht abgeschnitten oder so |
| reguliert, dass diese eine noch halbwegs |
| bare Struktur für die Reproduktion der Kies- |
| laicher aufweisen. Auch fehlen zumeist bei den |
| Kraftwerken die Fischtreppen oder sie werden | |
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nur unzureichend mit Wasser versorgt. Andererseits waren es
gerade die Kraftwerk die durch |
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die großen Verlandungszonen eine Natur aus zweiter
Hand geschaffen haben und durch
die |
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dichte Vogelpopulation zum Europareservat Unterer
Inn geführt haben. Durch die fehlende |
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Dynamik in den Rückstaubereichen wird es jedoch nur
schwer möglich sein, diesen Status zu |
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halten und nur wenn alle Parteien (Naturschutz,
Kraftwerksbetreiber und Fischereiberechtigte) |
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bemüht sind, diese Dynamik wiederherzustellen, können
die Altwässer erhalten bleiben. |
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An den Anglern werden derartige Projekte nicht
scheitern. |
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Als Angelplatz auf fast alle Flussfische ist vor allem
der Bereich um die Stampfbachmündung |
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sehr beliebt und es werden dort meist im Herbst
immer wieder kapitale Hechte und Zander |
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gefangen. Wer Glück hat, dem geht beim
Raubfischangeln auch ab und zu eine große |
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Forelle oder gar ein Huchen an die
Angel. | |
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| Die Ache ist zwischen den Kraftwerken Frauen- |
| stein und Obernberg der einzige intakte Zufluss, |
| der von den Innfischen als Laichstätte genutzt |
| werden kann. Eine ähnliche Funktion erfüllt die |
| Mattig zwischen den Kraftwerken Ranshofen und |
| Frauenstein. Wie alle Flussmündungen ist auch |
| der Achspitz ein beliebter Angelplatz.
Geangelt |
| wird dort vor allem auf Forellen, Brachsen, Aale |
| und im Herbst natürlich auf
Hechte. | | |
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| Direkt neben der Achmündung liegt die Achspitz- |
| lacke. Sie wird ausschließlich über die Ache |
| gespeist und hat aufgrund der fortschreitenden |
| Verlandung nur mehr selten eine Wassertiefe von |
| mehr als einem Meter. |
| Trotzdem ist diese Lacke ein wichtiger Laichplatz |
| für Weißfische, Karpfen, Schleien und den Hecht. |
| Aale fehlen da natürlich nicht! Andere Fische |
| dagegen sind hier kaum mehr zu
beangeln. | | |
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| Die Weinberger Lacke ist trotz ihrer
großen |
| Ausdehnung sehr schwer begeh- und beangelbar. |
| Bekannt war sie früher wegen des guten Schleien- |
| bestandes. Nachdem sie ausgetrocknet war, |
| musste nach einer Rettungsaktion des Revieres, |
| bei der ein alter Graben wieder reaktiviert wurde, |
| der Fischbestand völlig neu aufgebaut werden. |
| Heute stehen die Chancen wieder gut auf Schleien, |
| Karpfen, Brachsen, Aale und
Hechte. | | |
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| Ebenso wie die Weinberger Lacke war die |
| Mühlheimer Lacke vor einigen Jahren fast |
| verschwunden, konnte aber durch die Freilegung |
| eines alten Grabens wieder reaktiviert werden. |
| Die Mühlheimer Lacke ist heute einer der |
| beliebtesten Angelplätze im Revier und gilt als sehr |
| fischreich. |
| Beangelt werden vorwiegend Weißfische, Karpfen |
| Schleien, Aale und
Hechte. | | |
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Die Grahammer Lacke ist ein von
Verlandungen schwerst betroffenes Altwasser.
Sollten keine |
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Maßnahmen ergriffen werden, wird dieser
wichtige Laichplatz und auch Angelplatz leider bald |
|
großteils verschwunden sein. Zur Zeit wird aufgrund
der fortschreitenden Verlandung diese |
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Lacke nur mehr sporadisch befischt. |
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Mit Geduld lassen sich in den klaren Seitenbereichen vor allem
während des Laichgeschäftes so |
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manche Fischbeobachtungen
machen. | |
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Fischregionen und
Fischarten: |
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Im Fischereirevier Inn-Braunau finden sich alle Fischregionen
außer der Forellenregion. Hinzu |
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kommen noch eine Reihe von Weihern und Baggerseen.
Dementsprechend vielfältig ist auch der |
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Fischartenreichtum, wenngleich viele Arten mangels
Reproduktionsmöglichkeiten durch gezielte |
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Besatzmaßnahmen gestützt werden müssen. An Fischarten fehlen
lediglich reine Donaufische wie |
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Zingel, Streber oder Hundsfisch und Fische der Voralpenseen wie
Perlfisch oder Maräne. | |
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Revierleitung: |
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Ing. Hermann Sveda, Obere Hofmark 20b, 5282
Ranshofen, |
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Tel.: (0 77 22) 6 59 18 |
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