Ausbreitung des Signalkrebses in Oberösterreich

Durch die rasante Fortpflanzung und durch seine Resistenz gegen die Krebspest dringt der Signalkrebs immer weiter in die Oberläufe der Flüsse und Bäche vor. Eine Reduktion der Signalkrebsbestände scheint nur durch intensive Bewirtschaftung möglich. Da der Signalkrebs kein heimisches Wassertier ist, darf er weder in oberösterreichischen Gewässern ausgesetzt werden noch wurde für ihn eine Schonzeit oder ein Brittelmaß gesetzlich verordnet. 

Auf  Grund dieser vor allem für den heimischen Edelkrebs bedrohlichen Situation wird den Bewirtschaftern von mit dem Signalkrebs überbesetzten Fischwässern empfohlen an  Lizenznehmer vermehrt die Entnahme von Signalkrebsen zu erlauben.

Der Fang kann durch Verwendung von Krebstellern (Durchmesser ca. 30 bis 50 cm, Maschenweite mindestens 15mm) erfolgen. (Vertrauenswürdigen) Lizenznehmern kann der Bewirtschafter aber auch der Signalkrebsfang mit Reuse (Krebsreuse) unter folgenden Voraussetzungen erlauben:

  • Länge 60 bis 90 cm, Durchmesser 25 bis 40 cm
  • Maschenweite 2 bis 3 cm
  • Eingang ca. 8 bis 11 cm Durchmesser
  • außerdem muss die ausgelegte Reuse in 12 Stunden zumindest ein Mal kontrolliert werden (kürzere Kontrollen kann der jeweilige Bewirtschafter festlegen).

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Üblicherweise werden Krebsreusen am Abend ausgelegt und am Morgen entnommen. Empfohlen werden die am Markt erhältlichen Krebsreusen aus Kunststoff. Als Köder könnten z. B. Fischreste, geringe Mengen an Speiseabfällen und dergleichen verwendet werden.

Lizenzen zum Signalkrebsfang dürfen klarerweise nur an Inhaber einer Fischerkarte und einem gültigen Lizenzbuch ausgegeben werden.