Fisch des Jahres 2023 – Huchen

Jedes Jahr werden auf der Homepage www.fisch-des-jahres.info Arten vorgeschlagen, aus denen der „Fisch des Jahres“ gewählt werden kann. Von den vier Kandidaten Brachse, Huchen, Koppe und Renke ist der Donaulachs, wie er auch genannt wird, mit knapp 42 % als Sieger hervorgegangen.

Ursprünglich besiedelte der Huchen die Äschen- und Barbenregion, wie z. B. Inn, Traun, Enns, Salzach oder die Donau selbst. Zur Laichzeit im März bis April wandert der Huchen in zum Teil ausgedehnten Laichwanderungen flussaufwärts.

Informationen zur Biologie des Huchens und die Unterscheidung zur Regenbogenforelle findet Ihr auf unserer Homepage unter www.lfvooe.at/fische/huchen/.

Der größte Vertreter unserer forellenartigen Fische (Salmoniden) ist seit Jahrzehnten eine bedrohte und schützenswerte Art. Er wird im Anhang II und V der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) (Rat der Europäischen Gemeinschaft 2004) angeführt und in der Roten Liste der Fische Österreichs (Wolfram & Mikschi 2007) mit der Einstufung „stark gefährdet“ gelistet.

Vor allem durch den Verlust geeigneter Lebensräume gingen die Bestände dieses strömungsliebenden Mittelstreckenwanderers stark zurück, in vielen Flüssen fehlt er gänzlich.

Insbesondere durch die Wiederherstellung und Vernetzung geeigneter Lebensräume sowie dem Bau von geeigneten Fischwanderhilfen kann es auch dem Huchen wieder ermöglicht werden Laichplätze zu erreichen und in der Folge selbst erhaltende Bestände auszubilden.

Fotos: © Clemens Ratschan

Literaturempfehlung: „Der Huchen stirbt aus – was tun?“ Gefährdungsfaktoren und notwendige Maßnahmen in Bayern und Österreich [in prep., Hg. Österreichischer Fischereiverband]