Gemeinsam für den Schutz der Donaufische

 

Mit den steigenden Temperaturen beginnt auf der Donau wieder die Motorboot-Saison. Gleichzeitig fällt diese Zeit jedoch mit einer besonders sensiblen Phase im Lebenszyklus vieler Fischarten zusammen: der Hauptzeit der Laichaktivität.

Zahlreiche Fischarten legen nun ihre Eier ab, und tausende Jungfische sind bald unterwegs. In dieser Phase können durch die Schifffahrt verursachte Wellen eine ernsthafte Gefahr für Eier und Jungfische darstellen.

Vor diesem Hintergrund fand am 24. April in Wallsee ein gemeinsamer Austausch an der Donau statt. Eingeladen hatte der OÖ Landesfischereiverband gemeinsam mit der Abteilung W2-Schifffahrt des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, viadonau sowie dem Landesfischereiverband Niederösterreich. Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Fischerei, Schifffahrt und Verwaltung sowie Motorbootverbände nahmen teil, um gemeinsam Maßnahmen für ein rücksichtsvolles Miteinander auf der Donau zu diskutieren.

Information und Bewusstseinsbildung als Schwerpunkt

Ein wesentliches Ergebnis des Treffens ist die verstärkte Fokussierung auf Bewusstseinsbildung und Information. Besonders im Zeitraum von Mai bis Juni soll gezielt über sensible Laichzeiten sowie über jene Donauabschnitte informiert werden, die für die Entwicklung von Fischeiern und Jungfischen von großer Bedeutung sind.

Zu diesem Zweck wurde bereits ein kompakter Folder erarbeitet und an Motorsport-Vereine verschickt, der praxisnahe Hinweise für einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Lebensraum Donau enthält. 

Gleichzeitig wurde betont, dass Motorbootfahrerinnen und -fahrer in der Regel über große Erfahrung im Umgang mit ihren Booten verfügen und bereits heute vielfältige Möglichkeiten haben, Rücksicht zu nehmen. Dazu zählen insbesondere das Einhalten eines ausreichenden Abstands zu sensiblen Uferbereichen, das Meiden besonders schützenswerter Streckenabschnitte – etwa anhand einer digitalen Karte – sowie eine angepasste Fahrweise zur Reduktion von Wellenschlag.

Weitere Untersuchungen zum Wellenschlag geplant

Positiv hervorgehoben wurde in diesem Zusammenhang auch die hohe Bereitschaft der Motorbootverbände, durch gezielte Information und Aufklärung zur Sensibilisierung ihrer Mitglieder beizutragen.

Im Rahmen des Treffens präsentierte das Technische Büro Zauner GmbH erste Ergebnisse einer aktuellen Studie zur Messung des Wellenschlags an der Donau. Aufbauend darauf sind in den kommenden Jahren weitere Untersuchungen geplant, um die Wirkung der angedachten freiwilligen Maßnahmen zu evaluieren.

Der Oberösterreichische Landesfischereiverband bedankt sich bei allen Beteiligten für die konstruktive Zusammenarbeit und das gemeinsame Engagement. Ein besonderer Dank gilt jenen, die durch eine angepasste und verantwortungsvolle Fahrweise aktiv zum Schutz der heimischen Donaufische beitragen.

 

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