Edelkrebs (Europäischer Flusskrebs) Astacus astacus © Hauer-Naturfoto / LFVOÖ

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Schonzeit

Männchen: 1. Oktober bis 31. Dezember; Weibchen: ganzjährig geschont!

Mindestmaß

Männchen: 12 cm; Weibchen: kein Mindestmaß, da ganzjährig geschont!

Wesentliche Merkmale

  • große, breite und an der Oberseite stark gekörnte Scheren
  • Scherenunterseite rötlich gefärbt
  • rotes Scherengelenk
  • zweigeteilte Hinteraugenleiste (zwei Paar Postorbitalknoten)
  • Rostrumkiel (Krebsnase) mit Zacken

Alter

bis zu 15 Jahren

Lebensräume

Der Edelkrebs bewohnt stehende und fließende sommerwarme Gewässer mit Wassertemperaturen über 15°C, da sonst keine Fortpflanzung möglich ist. Bei Wassertemperaturen unter 10°C ist er kaum aktiv.

Nahrung

Allesfresser (tierische Nahrung, Wasserpflanzen, Algen,...)

Größe

durchschnittlich 15 cm (bis zu 20 cm möglich; von Kopf- bis Schwanzspitze gemessen);
durchschnittliches Gewicht 200 g bis 250 g
(bis zu zu 350 g möglich);
Weibchen kleiner als Männchen

Lebensweise

Nachtaktiver Bodenbewohner; benötigt strukturierte Gewässer und Uferböschungen mit Versteckmöglichkeiten. Paarungszeit ist im Herbst; die befruchteten Eier haften an den Beinen unter dem Hinterleib des Weibchens und werden bis zum folgenden Sommer mitgetragen.

Edelkrebsbestände sind durch die um 1860 aus Amerika eingeführten Signalkrebse sehr stark gefährdet. Der Signalkrebs ist mit einem Pilz befallen, gegen den er selbst teilresistent ist, der aber für die europäischen Flusskrebsarten innerhalb weniger Wochen tödlich ist (= Pilzinfektion; sogenannte „Krebspest“). Infizierte Krebse zeigen Lähmungserscheinungen und weisen oft einen watteähnlichen Belag an den Gelenken auf.